Neuer Vorstandsvorsitzender hat hohe Ambitionen für die Forschung am Universitätshospital Seeland
Neuigkeit • von Marie Kjempff
Jan Hendeliowitz reicht Forschern die Hand, die sich EU-Förderung für ihre Projekte wünschen.
Regionsratsmitglied Jan Hendeliowitz (S) aus Køge ist der neue Vorstandsvorsitzende im Greater Copenhagen EU Office in Brüssel. Diese Institution hilft der Region, den Kommunen, den Universitäten und Firmen in Ostdänemark, Netzwerke aufzubauen und EU-Fördermittel zu beantragen.
Der Vorstandsvorsitz wechselte erstmals von der Hauptstadtregion Kopenhagen zur Region Seeland. Beide Regionen hatten sich vor zwei Jahren zu einem gemeinsamen EU-Office zusammengetan.
Dieser Wechsel soll in der Region spürbar werden – besonders wenn es um die Unterstützung von Forschungsprojekten geht, sagt Hendeliowitz:
„Nun bin ich ja Repräsentant des Regionsrates der Region Seeland, und damit arbeite ich natürlich auch dafür, dass die Region Seeland mehr in den Fokus rückt.“
Auch schon früher, noch als einfaches Vorstandsmitglied des Greater Copenhagen EU Office, hat sich Hendeliowitz bereits engagiert dafür eingesetzt, die Interessen der Region Seeland zu vertreten. Mit dem Vorstandsvorsitz wird dies nun noch deutlicher sichtbar werden.
Mehr Forschung in der Region Seeland
Jan Hendeliowitz betont, dass es nicht um einen Wettstreit um die Finanzmittel der beiden Regionen im EU-Office geht. Es geht darum, die Region noch mehr als eine forschende Region zu etablieren.
„Wir sind einfach nicht auf dem Niveau, auf dem wir im Hinblick auf unsere Größe eigentlich sein müssten. Hier möchte ich gern mitwirken, die Entwicklung dahingehend zu beeinflussen, dass wir aus der Rolle des kleinen Bruders der Hauptstadtregion Kopenhagen heraustreten. Wir sollten ebenbürtig werden, aber dafür müssen wir die Möglichkeiten voll ausnutzen, die uns die Forschungs- und Entwicklungsfonds der EU bieten“, so Hendeliowitz.
Jan Hendeliowitz wohnt in Køge, und war vormals EU-Experte und Regionsdirektor im Arbeitsministerium. Die Stärkung der Forschung im Gesundheitsbereich ist einer der vielen Arbeitsbereiche des EU-Office – und einer der Hendeliowitz sehr viel bedeutet. Er wirkt unter anderem im Beirat der Roskilde Universität mit, und er war einer der Initiatoren für die Etablierung der ärztlichen Ausbildung am Universitätshospital Seeland.
Die Finanzmittel werden kommen – sie müssen nur abgerufen werden
Wenn die EU-Finanzmittel den Forschungsprojekten in der Region Seeland zugutekommen sollen, dann verlangt das einige Anstrengungen von Seiten der Forscher, diese Mittel auch zu beantragen.
Diesen Prozess möchten Jan Hendeliowitz und das Greater Copenhagen EU Office gern unterstützen. Das EU-Office kann den Forschern Informationen über die Möglichkeiten zur EU-Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten geben. Es kann helfen, Kontakte zu vermitteln und Netzwerke aufzubauen, und es kann dazu beitragen, einen Antrag so zu entwickeln, dass er in Form und Inhalt den EU-Anforderungen entspricht.
Derzeit ist es eine gute Zeit, um Anträge zu stellen betont Hendeliowitz:
”Wir wissen, dass Mittel für eine ganze Reihe von Projektbereichen kommen werden. Wir haben Horizon- und Interreg-Projekte, aber es kommen auch weitere Mittel vom EU-Wiederaufbaufond, der auch auf Forschung und Gesundheit ausgerichtet ist.“
Allein in der neuen Budgetperiode von Horizon Europe sind Mittel in Höhe von 750 Milliarden Kronen (100 Milliarden €) geplant. Davon sind vorläufig 7,5 Milliarden Kronen (1 Milliarde €) für den Gesundheitsbereich alleine in den Jahren 2021 und 2022 reserviert.
Abgesehen von den EU-Fonds selbst kann aber auch die Fonds-Beratung der Region Seeland helfen, die richtigen Fördermittelprogramme zu finden. In Zusammenarbeit mit dem EU-Office kann die Antragsstellung unterstützt werden.
Dynamik für das Universitätshospital Seeland
Der neue Vorstandsvorsitzende sieht es als eine Notwendigkeit an, Kontakt zu Forschern am Universitätshospital Seeland zu vermitteln. Seiner Auffassung nach besteht gerade jetzt eine günstige Situation für die hohen Ambitionen des Universitätshospitals:
„Die Kombination aus dem Fokus für die Forschung und der Situation, dass das Universitätshospital als das Universitätshospital für die ganze Region entwickelt werden soll, führt dazu, dass wir nun in die Vollen gehen müssen und hohe Ambitionen im Forschungsbereich umsetzen müssen“, sagt Hendeliowitz.
